Über uns

Pferdesport für alle

In unserem Verein sind alle herzlich Willkommen, denn hier kommen Pferdeliebhaber aus allen Bereichen zusammen. Ambitionierter Reitsport, entspannter Freizeitgenuss, Zucht und uvm. verleihen unserem Vereinsleben einen bunten Alltag.

Mitglied werden

Um ein Mitglied im Reit- und Fahrverein Königslutter u.U. e.V. zu werden, verwenden Sie bitte unser Anmeldeformular. Mit Ihrer Anmeldung akzeptieren Sie die aktuelle Version unserer Beitragsordnung und unsere Satzung.

In unserer Vereinsgemeinschaft helfen wir einander gerne und halten durch gemeinsame Hallen- und Außendienste die Anlage einem guten Zustand.  So können wir viele Veranstaltungen und Turniere ermöglichen.

Beiträge

Mitgliedschaft

Anlagennutzung

  • Jugendliche bis einschl. 21 Jahre 27,50€/ Jahr
  • Erwachsene ab 22 Jahre 55€/ Jahr
  • Familienbeitrag 110€/ Jahr

–> Alle Beiträge werden jährlich eingezogen.

  • pro Pferd o. Pony inkl. Hallennutzung 170€/ Jahr
  • pro Pferd o. Pony ohne Hallennutzung 85€/ Jahr
  • Angemeldete Pferde/ Ponys werden in der Reithalle auf einer Liste geführt.
  • Bei Abweichungen bitte umgehend den Kassenwart informieren.

Reitanlage

  • Reithalle 20 x 45
  • Außenplatz 35 x 70,
  • Reitplatz in den Fuhren mit Geländehindernissen
  • Reitplatz in Rotenkamp

Vereinsgeschichte

Der RFV Königslutter wurde im Jahr 1946 als Interessenzusammenschluss von Reitern, Fahrern und Züchtern aus Königslutter und dem Umland gegründet.

Die Interessen wurden schnell mehr: zu Zucht, Reit- und Fahrsport kamen nach und nach Voltigieren, therapeutisches Reiten und Westernreiten hinzu. Die unterschiedlichen Interessen werden von Ansprechpartnern vertreten, der sich auch um gemeinsame Unternehmungen kümmern.

Der Vorstand

Anette Mosler

1. Vorsitzende

Hauptstraße 9 38165 Lehre 05309 82 99     

Jörg Greite

2. Vorsitzende

Am Gänsemorgen 17 38154 Königslutter  05353 86 49

Mareike Gerecke

3. Vorsitzende

Am Schoderstedter Beek 14 38154 Königslutter

Rudolf Ewers

Kassenwart

rudolf-ewers @steuerberater-bs.de

Claudia Jähn

Schriftwart

An der Driebe 11a 38154 Königslutter 05353 98 93 73

Anja Dilling- Ringat

Pressewart

anja.dilling@web.de

Manuela Albrecht

Hallen-/ Platzwart

Tanja Eckhardt

Jugendwart

0174 90 41 059

Linda Albrecht

Aktiven-sprecherin

Lehrgänge

Verteilt über das ganze Jahr finden verschiedene Lehrgänge statt. Sie werden von Vereinsmitgliedern organisiert. Einige davon sind:

  • Conny Moselewski –> Westernlehrgänge
  • Tanja Eckhardt –> Lehrgänge für Nachwuchsreiter (Dressur/ Springen)

Therapeutisches Reiten

Der RFV Königslutter freut sich über die Zusammenarbeit mit:

Reit-Therapie-Zentrum
Katrin Pinger
Alte Dorfstr. 4
38154 Königslutter – Ochsendorf
Telefon: 0179/ 5170185

Bjarka

Heilpädagogisches Reiten/Voltigieren

  • AWO-Psychiatriezentrum                                Vor dem Kaiserdom 10                               38154 Königslutter
  • Psychiatrie Akademie Königslutter (Fortbildungsseminare)
  • Landkreis Helmstedt (Jugendamt)
  • Rudolf- Diessel- Schule (Schule für Körperbehinderte -private Elternträgerschaft )
  • Behindertensport

Was ist Therapeutisches Reiten?

Seit dem Altertum ist schon bekannt, daß Reiten Körper und Seele gut tut. Therapeutisches Reiten ist aber mehr als die bloße sportliche Freizeitgestaltung: es untergliedert sich in die drei Bereiche Hippotherapie, Heilpädagogisches Reiten/Voltigieren und Behindertensport. Es hilft psychosoziale Störungen und körperliche Erkrankungen zu heilen, zu lindern und ihnen vorzubeugen.

Ende der 50er Jahre entdeckten Ärzte und Physiotherapeuten die Chance, das Pferd im Rahmen krankengymnastischer Behandlungen einzusetzen. Durch das rhythmische Bewegtwerden auf dem Pferderücken ergaben sich ganz neue Möglichkeiten zur Behandlung neurophysiologischer Störungen. Hippotherapie ist ein medizinischer Ansatz , über die sensomotorische Körperebene.

In den 60er Jahren entwickelte sich dann ein eigenständiger Ansatz zur pädagogischen Nutzung des Pferdes. Sozial retardierte und entwicklungsverzögerte also verhaltensauffällige oder -gestörte Kinder und Jugendliche sind die hauptsächliche Zielgruppe für die Therapieform, die eine individuelle Förderung der geistigen und sozialen Entwicklung erlaubt. Das Heilpädagogische Reiten/Voltigieren stellt diesen Aspekt in den Vordergrund, der Erwerb reiterlicher Grundkenntnisse steht erst an zweiter Stelle.

Parallel zu den genannten Ansätzen gab es schon immer behinderte Sportler, die das Pferd als Partner eingesetzt haben: Der Reitsport gehört zu den wenigen Sportarten, die Behinderte und Nichtbehinderte gemeinsam ausüben können. Das Pferd ersetzt dem Querschnittsgelähmten die Beine, dem Blinden hilft es mit seinen Augen.

Jeder dieser Bereiche spricht spezifische Probleme an – von körperlichen Behinderungen und Beschwerden über mangelnde soziale Integration bis hin zur gesunderhaltenden Freude an gemeinsamen Aktivitäten – die Grenzen sind fließend: so leiden z.B. behinderte Menschen aufgrund ihrer körperlichen Beeinträchtigung oft unter sozialen Störungen. Oder verhaltensauffällige Kinder entdecken im Reiten eine Sportart, die nicht nur ihre soziale Kompetenz verbessert, sondern auch Herausforderung und körperliches Training bedeutet.

In jedem Gebiet ist der Kontakt zum Pferd und zum Therapeuten oder Trainer stark ausgeprägt und der Teilnehmer wird als „ganzer Mensch“ gefordert und gefördert.

Drei Bereiche des therapeutischen Reitens

  • Hippotherapie
  • HeilpädagogischesReiten/Voltigiere
  • Behindertensport

 

Hippotherapie (gr. „hippos“=Pferd, „therapeia“=Therapie, Behandlung)

Die Hippotherapie stellt die zuerst entwickelte Behandlungsform mit Hilfe des Pferdes dar. Ärzte und Physiotherapeuten entdeckten die ausgleichende Wirkung des rhythmischen Bewegtwerdens bei verschiedenen Störungen und Krankheitsbildern. Heute gilt die Hippotherapie als Bestandteil und Ergänzung krankengymnastischer Behandlungsmaßnahmen und kann speziell dort helfen, wo herkömmliche Methoden nichts mehr bewirken können. Sie eignet sich für Kinder und Erwachsene.

Ein Physiotherapeut mit entsprechender Zusatzausbildung führt die Behandlung durch. Der Patient wird dabei auf dem Pferd bewegt, so daß reiterliche Vorkenntnisse nicht notwendig sind. Zudem findet die Therapie in der Gangart Schritt statt, in der sich die medizinisch wirksamen Elemente voll entfalten. Vom Pferderücken werden Schwingungen auf den Patienten übertragen; nämlich die Bewegungen auf/ab, vor/zurück und links/rechts. Die dadurch entstehenden Impulse ermöglichen ein gezieltes Training der Haltungs-, Gleichgewichts- und Stützreaktionen sowie eine Regulierung des Muskeltonus.

Eingesetzt wird die Hippotherapie bei bestimmten Erkrankungen und Schädigungen des Zentralnervensystems und des Stütz- und Bewegungsapparates. So kann sie beispielsweise lindernd und harmonisierend bei Spastiken und in kompletten Querschnittssyndromen wirken.

Eine Hippotherapie wird grundsätzlich ärztlich verordnet. Der Arzt arbeitet eng mit dem behandelnden Physiotherapeuten zusammen und überwacht die Behandlung und ihre Fortschritte.

Heilpädagogisches Reiten/Voltigieren

Heilpädagogisches Reiten/Voltigieren meint Maßnahmen, die zunehmend in der Pädagogik, der Psychologie und bestimmten Bereichen Psychiatrie Eingang finden.

Die individuelle und soziale Entwicklung von verhaltensauffälligen, lern- oder geistig behinderten sowie psychisch kranken Menschen wird günstig beeinflußt und gefördert. Zusätzlich werden Grundkenntnisse im Reiten und/oder im Voltigieren vermittelt.

Die Arbeit und der Umgang mit dem speziell ausgebildeten Pferd erleichtert Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen den Umgang mit Ängsten und Frustrationen. Vertrauen wird aufgebaut und führt zur Erfahrung von Selbstwertgefühl und angemessener Selbsteinschätzung. Die Konzentrationsfähigkeit wird dadurch geschult und verbessert. Positive Effekte im sozialen Verhalten werden sowohl durch den Umgang mit dem Pferd als auch durch das Erleben in der Gruppe erreicht. Teilnehmer lernen den Umgang mit Antipathien und Aggressionen ebenso wie kooperatives Verhalten. Die heilpädagogischen Reit- und Voltigierstunden werden von Pädagogen, Psychologen oder Psychotherapeuten mit entsprechender Zusatzausbildung geleitet. Teilnehmer profitieren nicht nur durch Fortschritte in der persönlichen Entwicklung, sondern lernen mit dem Reiten und/oder Voltigieren auch ein faszinierendes Hobby kennen.

Behindertensport

Reiten und Fahren gehören zu den wenigen Sportarten, die Behinderte und Nichtbehinderte gemeinsam ausüben können.

Für die meisten sinnesgeschädigten, körper- als auch geistig behinderten Menschen stellt es kein Problem dar, Reiten oder Fahren zu erlernen. Genauso wie Nichtbehinderte erleben gehandicapte Menschen Sport als befriedigende, erfüllte Freizeitgestaltung und Möglichkeit zu sozialen Kontakten. Zusätzlich bietet sich ein Ausgleich von behinderungsbedingter Bewegungsarmut.

Der Pferdesport ist mit speziellen Hilfsmitteln und besonders geschulten Pferden auch Schwerbehinderten zugänglich. Blinde Reiter nutzen akustische Hilfen, geistig Behinderte sowohl optische als auch akustische. Auf den Rollstuhl angewiesene lenken für ihre Bedürfnisse umgebaute Wagen. Beim Reiten erleben sie ungehinderte Bewegungsfreiheit auf „vier gesunden Beinen“.

Leistungssport, also Wettkämpfe und Turniere, wird ebenfalls von vielen behinderten Reitern und Fahrern betrieben. So war eine deutsche Mannschaft Reiten (Disziplin: Dressur), bei den Paralympics 2000 in Sydney vertreten.

Unterstützt werden behinderte Pferdesportler von Trainern mit entsprechender Zusatzausbildung, die mit den besonderen Bedürfnissen Behinderter vertraut sind. Die ärztliche Betreuung erfolgt in der im Behindertensport üblichen Weise.